Philipp Brunner, ab 1. Januar 2027 Group CEO von Stadler

Philipp Brunner (42) wird neuer Group CEO von Stadler

Veröffentlicht von

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat einen neuen Group CEO berufen: Philipp Brunner (42) übernimmt zum 1. Januar 2027 die operative Führung der Stadler-Gruppe von Markus Bernsteiner.

Der Verwaltungsrat hat per 1. Januar 2027 einen neuen Group CEO berufen: Philipp Brunner. Der Verwaltungsrat setzt auf Kontinuität, da der neue CEO seit über 16 Jahren erfolgreich für Stadler arbeitet.

Philipp Brunner (42) leitet derzeit die Divisionen Zentraleuropa und Deutschland. Er folgt auf Markus Bernsteiner, der die Stadler-Gruppe seit 2023 operativ führt. Der Wechsel war lange geplant: Bernsteiner möchte sich mit 60 Jahren nach 27 Jahren bei Stadler auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren.

Markus Bernsteiner kam 1999 zu Stadler und begann als Maschinenmechaniker, wurde Betriebstechniker HF und studierte an der Universität St. Gallen (KMU-HSG und Executive MBA). Von 2006 bis 2011 führte er die Stadler Bussnang AG als CEO. Danach leitete er die Division Schweiz und die Werke in Bussnang und St. Margrethen. Er führte die acht Zulieferwerke zur Division Components und amtete als stellvertretender Group CEO, bevor er am 1. Januar 2023 die operative Führung der Stadler-Gruppe übernahm.

„Ich danke Peter Spuhler und Stadler für 27 Jahre hervorragende Zusammenarbeit. Stadler wird immer ein Teil von mir sein. Nun möchte ich meine operative Erfahrung als Verwaltungsrat in anderen Unternehmen weitergeben“, so Markus Bernsteiner.

Während Bernsteiners Zeit als Group CEO musste Stadler mit Pandemie-Nachwirkungen, dem Ukraine-Krieg, Überschwemmungen 2024 und unterbrochenen Lieferketten umgehen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken. Für 2026 erwartet Stadler erstmals über 5 Milliarden Franken Umsatz und eine EBIT-Marge über 5 Prozent.

„Die Zusammenarbeit mit Markus Bernsteiner über ein Vierteljahrhundert lang war exzellent. Er hat sich den operativen Herausforderungen erfolgreich gestellt, auch als es stürmisch wurde“, so Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident.

Philipp Brunner (42) studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und absolvierte einen MBA der ETH Zürich. Erste Berufserfahrung sammelte er bei der UBS und in der Konsumgüterbranche. 2010 kam er zu Stadler als Projektleiter in Indien unter Peter Spuhler. 2011 übernahm er eine schwierige Situation in Algerien und baute den Wartungsstandort auf. 2012 leitete er den Aufbau des Werkes in Minsk als Projektleiter, fungierte als Chief Operating Officer und führte Stadler Minsk ab 2016 als CEO zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Gruppe mit etwa 2.000 Mitarbeitenden. Er realisierte große Exporterfolge nach Ost- und Zentraleuropa, bis Stadler das Werk aufgrund von Sanktionen redimensionieren musste.

Als Divisionsleiter baute Brunner das Geschäft in Zentraleuropa (drei Standorte, über 2.600 Mitarbeitende) profitabel aus. Seit 2021 ist er Mitglied der Konzernleitung; seit Januar 2026 leitet er ad interim die Division Deutschland.

„Ich arbeite seit Jahren hervorragend mit Philipp Brunner zusammen. Er hat sich in zahlreichen wichtigen Funktionen innerhalb der Stadler-Gruppe hochgearbeitet und mehrfach auch international bewiesen, dass er im operativen Geschäft exzellente Resultate erzielt“, so Peter Spuhler.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe als Group CEO, auf die Zusammenarbeit mit Peter Spuhler und dem ganzen Verwaltungsrat, sowie auf die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen in der Konzernleitung sowie mit 18.000 Mitarbeitenden. Stadler ist für mich eine Herzensangelegenheit“, so Philipp Brunner.

Die Nachfolgeplanung für die Divisionsleiter Zentraleuropa und Deutschland ist fortgeschritten; die neuen Namen werden später bekannt gegeben.

Stadler beschäftigt nach Unternehmensangaben weltweit rund 18.000 Mitarbeitende, davon 6.000 in der Schweiz, an acht Produktions- und sechs Engineering-Standorten sowie 95 Servicestellen. Die Holding Stadler Rail Group hat ihren Sitz in Bussnang.

(Bild)Quelle: Stadler