Günter und Margret Blase, Gründer von igus, vor der ehemaligen Doppelgarage in Köln-Mülheim

igus-Gründer Günter (†95) und Margret Blase (†95) sind gestorben

Veröffentlicht von

Das Familienunternehmen igus aus Köln trauert um seine Gründer: Margret Blase starb am 11. August 2026, Günter Blase am 21. Oktober 2026. Beide wurden 95 Jahre alt.

Das Ehepaar gründete am 15. Oktober 1964 in einer Doppelgarage in Köln-Mülheim die igus GmbH, zunächst für Spritzgussbauteile. Günter Blase, der eine Schreinerlehre und ein Ingenieurstudium absolviert hatte, erkannte das Potenzial technischer Kunststoffe; sein Motto lautete: „Geben Sie mir Ihr schwierigstes Teil, und ich finde eine Lösung.“ Den ersten Auftrag, einen Ventilkegel aus Kunststoff für einen Fahrzeugvergaser, erhielt er vom Automobilzulieferer Pierburg. Margret Blase, Steuerberaterin, baute die kaufmännische Basis auf, leitete Verwaltung und Finanzen, betreute Kunden und traf wichtige Investitionsentscheidungen. Als ihr Mann von der Selbstständigkeit sprach, antwortete sie: „Dann mach das.“

Anfang der 1990er Jahre entstand der heutige Standort in Köln-Lind. Ab 1983 stiegen die Söhne Frank und Carsten Blase ein und entwickelten igus zum Spezialisten für „motion plastics“ weiter. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 5.700 Mitarbeitende, davon rund 2.500 in Deutschland, und firmiert seit Oktober 2025 als SE & Co. KG. Günter Blase war bis ins hohe Alter täglich im Unternehmen.

Frank Blase, Vorsitzender des Verwaltungsrats, sagt: „Mein Vater war ein unermüdlicher Tüftler.“ Seine Eltern hätten nicht nur ein Unternehmen aufgebaut, sondern auch Mut, Verantwortung und Zusammenhalt vorgelebt; die Mutter habe mit kaufmännischer Kompetenz das Fundament geschaffen.

Quelle: igus
Bildquelle: igus