Dr. Marco Henry Neumueller mit Bonita Grupp und Wolfgang Grupp jr. (Trigema)

NextGen Talk mit Bonita Grupp und Wolfgang Grupp jr. über den Einstieg ins eigene Unternehmen, das Geheimnis der Textilproduktion in Deutschland sowie ihre Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit

Bonita Grupp ist Head of E-Commerce & HR, Wolfgang Grupp jr. ist Head of B2B Sales der TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K.

Marco Henry Neumueller: Liebe Bonita, lieber Wolfgang, seid ihr direkt nach Eurem Studium ins Unternehmen eingestiegen und war dieser Weg vorgezeichnet oder gab es auch Momente, in denen ihr überlegt hattet, einen anderen Weg einzuschlagen?

Bonita Grupp: Es war um die Weihnachtszeit, als ich mit meinem Masterstudium fast fertig war. Zu dieser Zeit hatten wir in der Familie darüber gesprochen, wie es nach dem Studium weitergehen soll. Damals war ich in London und es gefiel mir recht gut. Da ich nach Abschluss meines Studiums noch etwas in London bleiben wollte, habe ich im Anschluss einen Job an der Uni für ein Jahr angenommen. Danach habe ich mich dann dazu entschlossen nach Deutschland zurückzukehren und bin im Unternehmen eingestiegen.

Für uns stand schon immer fest, dass wenn einer von uns beiden ins Unternehmen kommt, sollte es nicht irgendeine Position sein; sondern eine Position, die gebraucht wird. Unserem Vater und unserer Mutter war es dabei wichtig, dass man nicht von oben reingesetzt wird, sondern in einer konkreten Rolle startet, sich darin beweist und sich dann seine Position erarbeitet. Es galt immer die Devise: Wenn man gut ist, bekommt man auch mehr Verantwortung übertragen. Allerdings muss man das Unternehmen auch zunächst kennenlernen, und wenn man früh im Unternehmen startet, kann man sich auch noch gewisse Fehler erlauben. Gerade in der Textilbranche gibt es in Deutschland nicht mehr so viele Unternehmen, bei denen man vorher hätte Erfahrung sammeln können.

Wolfgang Grupp jr.: Bei mir war es ähnlich. Ich habe auch meinen Master in London gemacht. Zwischendurch überlegt man sich natürlich, wo man sich denn bewerben könnte. Ich war zu dieser Zeit gewissermaßen in London gebunden, hatte meine Freunde dort und nicht in der Heimat in Burladingen. Aber irgendwann muss man sich entscheiden. Viele raten einem, zunächst Erfahrung woanders zu sammeln. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem ich sagte, dass ich mich gar nicht woanders bewerben möchte. Unser Familienunternehmen sollte eine bewusste Entscheidung sein. Aus Sicht unserer Eltern konnte man auch sofort einsteigen, damit man auch Fehler machen und daraus lernen konnte. Wenn man jung ins Unternehmen kommt, hat niemand allzu große Erwartungen. Der Einstieg bei uns war keineswegs so strukturiert und geplant, wie wir das teilweise aus anderen Familien kennen. Für uns war es aber wichtig, nicht nur Assistent der Geschäftsleitung zu sein. Die Verwaltung ist bei TRIGEMA recht schlank aufgestellt. Uns war es immer wichtig, Teil des Tagesgeschäfts zu sein. In Burladingen zu sitzen und nicht ausgelastet zu sein, wäre für mich eine furchtbare Vorstellung gewesen.

Marco Henry Neumueller: Immer wieder wird in Frage gestellt, wie es sich ein Unternehmen aus der Textilbranche erlauben kann, heutzutage noch in Deutschland zu produzieren. Schafft man das, weil man im Vergleich zu anderen Anbietern kleinere Margen akzeptiert? Oder was ist Euer Geheimnis?

Wolfgang Grupp jr.: Ich glaube, es gibt recht viele Stellschrauben, an denen man drehen kann. Auf der Produktionsseite muss man stets effizient agieren. Wir stellen uns ständig die Frage, wie wir noch effizienter produzieren können, auch wenn der Effizienzgrad nur um 1 bis 2% erhöht werden kann. Zudem ist es wichtig, optimale Stückzahlen zu produzieren, d.h. die Menge pro Variante darf nicht zu klein sein, sondern sollte je nach Artikel mind. 100-200 Stück betragen. Zu guter Letzt sollte man auch mutig sein. Die große Stärke unseres Vaters war immer, auch mal zu einem Kunden „Nein“ zu sagen, wenn es um den Preis ging. Da wir zu 100% in Deutschland produzieren, ist unser Preis im internationalen Vergleich natürlich nicht sehr wettbewerbsfähig. Sicherlich haben wir kleinere Margen als so manch anderes großes Label und auch ein kleineres Werbeetat. Daher müssen wir durch andere Eigenschaften punkten, wie z.B. Qualität, nachhaltige und faire Produktion und Schnelligkeit bzw. Flexibilität.

Bonita Grupp: Was hier vielleicht noch ergänzt werden kann: Wir haben den Anspruch, möglichst viele Prozesse intern abzuwickeln.  Am Anfang muss man Dinge auch extern vergeben, bis man das Know-how intern aufbauen kann. Wir haben beispielsweise unseren eigenen Online Shop, aber auch diverse Partner, über die wir verkaufen. Beispielsweise machen wir das gesamte Onlinemarketing selbst, denn wir möchten keine externen Abhängigkeiten, um flexibler reagieren zu können. Das hat uns nicht zuletzt auch während der Coronazeit geholfen, agil und flexibel auf äußere Umstände reagieren zu können. Wenn ich von Flexibilität spreche, heißt das aber auch, dass wir Mitarbeiter flexibel einsetzen. Wenn in einem Bereich weniger Kapazität benötigt wird, werden Mitarbeiter für kurze Zeit in einem anderen Bereich eingesetzt. Diese Bodenständigkeit haben wir uns über all die Jahre bewahrt. 

Marco Henry Neumueller: Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wie steht Trigema dazu und was tut ihr in diesem Bereich heute und zukünftig?

Wolfgang Grupp jr.: Nachhaltigkeit ist für uns kein Modewort. Wir leben das schon immer. Gerade im Textilbereich liest man häufig von „Green Washing“. Wir brauchen solche PR-Kampagnen nicht, wir leben das – durch und durch. Wir verwenden beispielsweise keine Biobaumwolle, wenn wir nicht voll davon überzeugt sind, dass diese Baumwolle auch von A bis Z nachhaltig ist. Es gibt aber auch verschiedene Säulen von Nachhaltigkeit. Das beginnt bei uns bereits in der Produktentwicklung, wenn wir uns z.B. fragen, welche Details an einem Produkt sinnvoll sind bzw. dem Kunden einen echten Mehrwert bringen. Muss das Produkt wirklich mit einem zusätzlichen Warenanhänger versehen werden? Benötige ich wirklich zwei Etiketten? Was ist nachhaltig im Sinne von Qualität? Gerade in der Produktion wird bei uns Nachhaltigkeit großgeschrieben. Wir versuchen ressourceneffizient zu produzieren und so viel möglich wiederzuverwerten. Z.B. werden Stoffreste als Putzlappen weiterverkauft.  Daher ist auch die Kreislaufwirtschaft (z.B. der  Cradle-to-Cradle Produktionsprozess) für uns kein Fremdwort, sondern gelebte Praxis. Unser Cradle-to-Cradle T-Shirt kann man im Zweifel auf den Komposthaufen werfen und binnen neun Monaten hat es sich restlos aufgelöst.

Im Bereich Kommunikation überlegen wir uns, wie wir Nachhaltigkeit am besten kommunizieren können. Da wir in Deutschland produzieren, werden gewisse Zertifikate und Standards sowieso von uns erwartet und wir müssen diese Zertifikate nicht explizit bewerben. Wir sehen es als eine bessere Maßnahme den Kunden und Interessenten unsere Werte und Philosophie näher zu bringen in dem wir offen über unsere Produktionsverfahren, aber auch unsere Betriebsfamilie in den Medien und Sozialen Medien kommunizieren und auch die Möglichkeit bieten, außer halb von Pandemiezeiten, unsere Produktion live vor Ort zu besichtigen. Alles ist ehrlich, was wir tun. Ich muss gestehen, dass ich leider das Vertrauen in die Zertifizierungen verloren habe. Nachhaltigkeit wird ein essentieller Teil in der Zukunft sein. Im Modebereich haben wir da grundsätzlich ein wesentlich größeres Problem. Mode ist sehr schnelllebig. Das steht dem Thema Nachhaltigkeit diametral gegenüber. So sollte man nicht12 Kollektionen im Jahr herausbringen, sondern mehr auf langlebige Produktzyklen setzen. Die Generation unserer Eltern und Großeltern brachte Schuhe noch zum Schuhmacher oder Hemden zum Schneider, wenn mal etwas kaputt war. Das ist vielmehr auch ein Generationenthema. Nachhaltigkeit in der Modeindustrie ist anders zu definieren.

Bonita Grupp: Um daran anzuknüpfen, was mein Bruder eben sagte. Es kommt immer auch auf die Qualität des Produktes an. Wenn man ein hochwertiges Baumwollprodukt hat, kann man es am Ende seines Lebenszyklus vielleicht auch in etwas anderes umfunktionieren (z.B. Abdeckung, Putzlappen etc.). Die meisten Textilien haben jedoch heute einen so hohen Polyesteranteil, dass sie kaum noch für etwas anderes benutzt werden können. Sie landen dann in der Verbrennungsanlage und verpesten die Umwelt. Durch die Produktion in Deutschland, sind unsere Produkte hochpreisiger, müssen das aber auch in der Qualität widerspiegeln. Zudem müssen wir unnötige Kosten vermeiden. Im Versandhandel z.B. schicken Kunden oftmals Kleidungsstücke zurück, nachdem sich eine Naht gelöst hat, und erwarten einen Ersatz. Das ist nicht nur teuer, sondern auch nicht nachhaltig. Bei TRIGEMA wird die Naht z.B. nachgenäht und das Kleidungsstück dann dem Kunden wieder zugeschickt, da es ja deswegen nicht kaputt ist. Wir haben aber auch Kunden, die das Produkt falsch waschen und es dann gerne auf den Hersteller schieben. Hier sind wir im Verhältnis sicherlich strenger mit unseren Kunden. Wir merken aber, dass Handelspartner das anders sehen. Sie erwarten, dass wir ein (vermeintlich) fehlerhaftes Teil wie selbstverständlich zurücknehmen und es durch ein neues ersetzen. Das erzeugt unnötige Kosten, die man bei einer nachhaltigen Produktion vermeiden sollte.

Wolfgang Grupp jr.: Wir versenden unsere Kleidungsstücke häufig in Plastikversandtüten. Das machen wir nicht, weil wir sagen, wir wollen daran sparen und das ist für uns günstiger. Wir könnten die Waren separat verpacken, in einen Karton legen, etwas Packpapier in den Karton dazugeben und eine Karte beilegen, auf der steht, von wem es mit Liebe verpackt wurde – und das Seidenpapier natürlich nicht vergessen. Aber was machen die Kunden damit? Die Verpackung landet in aller Regel sofort im Müll. Viele unserer Kunden verstehen das, manche beschweren sich aber auch, dass ein 50 EUR-Poloshirt in einer einfachen Versandtasche versendet wird. Hier müssen wir umdenken. Natürlich freue ich mich auch, wenn ich etwas kaufe und ich es schön verpackt zugesandt bekomme. Aber gleichzeitig muss man ehrlich zu sich selbst sein. Der Glücksmoment dauert maximal zwei Minuten an. Hier sind wir konsequent und leben das. Auch ein Retourenlabel drucken wir nicht mehr aus und legen es der Sendung automatisch bei. Bei einer Retourenquote von aktuell 12 Prozent wären es ansonsten bei 100 Käufern 88 Personen die ein Retourenlabel erhalten, ohne ihn zu benutzen. Diese Vorgehensweise kann man als sparsam aber auch als nachhaltig auslegen.

Marco Henry Neumueller: Wenn wir gerade über das Thema Nachhaltigkeit sprechen. Ihr habt gerade gesagt, ihr versendet die Ware in Plastiktaschen. Warum denn Plastik?

Wolfgang Grupp jr.: Es handelt sich dabei um recyceltes Plastik. Das Kleidungsstück ist somit vor Nässe geschützt. Andere Händler, die per Karton verschicken, tüten das Kleidungsstück zusätzlich in Plastik ein. Die meisten, die im Karton versenden, müssen es innen dann auch in Plastik einpacken, um es vor äußerem Schmutz zu schützen. Auch von der Größe her ist es kleiner. DHL bietet mittlerweile eine Art Warenpost an, die direkt in den Briefkasten geworfen werden kann. Das nutzen wir gerne für kleinere Produkte. Ansonsten müssten wir auch einen relativ großen Karton nutzen und das Produkt innen nochmals in Plastik verpacken. Wir nutzen natürlich aber auch Graskartons.

Marco Henry Neumueller: Wie weit ist Trigema in Sachen Digitalisierung? Gibt es hier konkrete Pläne für die Zukunft?

Bonita Grupp: Das Thema Digitalisierung ist bei uns schon seit Jahren ein Thema. Nicht nur im Vertrieb (z.B. im E-Commerce Bereich, sondern auch in der Produktion). In der Textilproduktion gibt es vor allem im Bereich Konfektion wenig Digitalisierungsansätze, da dieser Produktionsschritt meist in Billiglohnländern erfolgt. Da wir aber alle Produktionsschritte in Deutschland abwickeln, mussten wir teilweise kreativ sein und verschiedenste Systeme miteinander verknüpfen und unser ERP-System in diesem Bereich weiterentwickeln.

Wolfgang Grupp jr.: Die Textilindustrie ist kein Vorbild für Digitalisierung. Genauso darf man Familienunternehmen nicht mit Start-ups vergleichen. Hier vergleicht man dann oft Äpfel mit Birnen. Wir haben in den vergangenen Jahren vielmehr gemerkt, dass wir uns in Sachen Digitalisierung auch an unsere Mitarbeiter anpassen müssen. Unsere Mitarbeiter sind das größte Kapital. Unsere Lohnbuchhaltung für 1.200 Mitarbeiter wird beispielsweise von 1,5 Personen gestemmt. Schlanker geht es kaum. Keine Digitalisierung würde hier den Prozess effizienter gestalten. Die Erfahrung der Mitarbeiter in diesem Bereich ist immens. Menschen darf man bei der Digitalisierung nicht alleine lassen. In Hinblick auf unsere Prozesse untersuchen wir kontinuierlich, wo wir optimieren können, aber in kleinen Schritten. Hier haben wir in der Vergangenheit sicherlich auch den ein oder anderen Fehler gemacht, indem wir Mitarbeiter abgehängt haben.

In der Produktion und Logistik haben wir kontinuierlich Projekte zur Optimierung. Wir sind auch sehr froh, dass wir gerade im Bereich E-Commerce gut aufgestellt sind. Wenn ich da an unsere Maskenproduktion während der Corona-Hochphase denke. Ohne unsere digitalen Vertriebskanäle hätten wir die Anfragen gar nicht stemmen können. Der Online-Shop ist das eine, aber die dahinterliegenden logistischen Voraussetzungen müssen stimmen und immer weiter angepasst werden, um den wachsenden Anforderungen und Aufkommen gerecht zu werden. Das ist bei uns ein hoch effizienter durchlaufender Prozess.

Marco Henry Neumueller: Was würdet ihr anderen Kindern von Unternehmerfamilien raten, die sich nicht sicher sind, ob sie ins eigene Unternehmen einsteigen sollen oder ihren Berufsweg lieber außerhalb suchen?

Bonita Grupp: Ganz wichtig ist, man muss  aus Überzeugung ins eigene Unternehmen einsteigen und nicht weil es die Familie unbedingt möchte, aber man selbst eigentlich seine Berufung in einer anderen Tätigkeit findet. Wir hatten das Glück, dass unsere Eltern uns immer mit einbezogen haben, dass wir es täglich vorgelebt bekamen. Wir wohnen direkt gegenüber, somit war das Unternehmen immer Teil der Familie. Wir hatten Ferienjobs. Das Unternehmen war für uns nie etwas Fremdes. Wenn einer seine Berufung jedoch in der Medizin sieht oder im Operngesang, dann sollte man seiner Neigung folgen. Ein Beruf begleitet einen jahrzehntelang und dieser sollte einen auch mit Freude erfüllen. Ich halte es für schwierig, wenn man sich hier zu viel externe Beratung holt. Umso mehr man sich von außen beraten lässt, umso mehr Zweifel können kommen. Früher war alles vorbestimmt, der älteste Sohn übernimmt das Unternehmen. Wie er es macht, wurde dabei auch nie hinterfragt. Wir haben für uns selbst entschieden, dass wir ins Unternehmen einsteigen. Allerdings mit der Voraussetzung, dass wir eine feste Position im Unternehmen haben wollen und nicht irgendwie mitschwimmen. Es ist auch für die Mitarbeiter wichtig zu wissen, bei welchem Thema sie uns ansprechen können. Am Ende kommt es aber auch auf die Familienkonstellation an. Wie viele Familienstämme gibt es. Wer aus der Familie ist im Unternehmen tätig und wie gut man sich mit ihnen versteht.

Wolfgang Grupp jr.: Ich finde eine generelle Antwort darauf schwierig. Es kommt auch immer darauf an, um welches Familienunternehmen es sich handelt. Wenn man von unserer Größe ausgeht, hat man so viele Chancen im eigenen Unternehmen, die man in einem fremden Unternehmen so nie hätte. Wir haben hier einen tollen Zusammenhalt unter den Mitarbeitern. Wir nennen sie auch Betriebsfamilie. Man hat hier viel schneller die Möglichkeit mehr Verantwortung zu übernehmen. Gerade wenn man recht jung ins Unternehmen einsteigt, kann man sich selbst noch finden. Das ist eine große Chance. Ich verstehe aber, wenn es sich um ein Unternehmen mit Konzernstrukturen und 5.000 Mitarbeitern und mehr handelt, wäre das eine komplett andere Konstellation. Ganz häufig kommt die Diskussion der Erbschaftssteuer auf. Gerade in unserer Generation, in der dritten oder vierten Generation im Familienunternehmen. Wir hätten ja nichts geleistet, bekämen aber recht viel. Klar wird man ins Familienunternehmen hineingeboren, dafür kann man nichts, das hat sicherlich viele Nachteile, aber auch Vorteile. Wenn man diese Chance bekommt, hat man zumindest die Verpflichtung, das Unternehmen mitsamt seinen Mitarbeitern in die nächste Generation zu überführen. Man sollte es zumindest versuchen, auch wenn natürlich immer mal etwas schief gehen kann. Es ist Chance und Last zugleich. Ich sehe es so: Ich wurde in die Familie geboren, ich durfte bisher ein recht komfortables und sorgenfreies Leben führen, nun habe ich aber auch die Verpflichtung, dafür etwas zu tun.

arco Henry Neumueller: Bitte beendet folgenden Satz: Im eigenen Familienunternehmen tätig zu sein, bedeutet für mich…?

Wolfgang Grupp jr.: …zu versuchen, das Unternehmen in die nächste Generation zu überführen, indem man sich auf Basis von kontinuierlich entwickelnden Werten immer wieder neu erfindet.

Bonita Grupp: …die Tradition, die unsere Vorfahren begründet haben, auch in die nächste Generation zu überführen; aber sich auch in einer Branche zu behaupten, die es so heutzutage – zumindest in Deutschland – nicht mehr gibt und daher das Unternehmen in dieser Hinsicht beständig weiterzuentwickeln, damit es hoffentlich auch zukünftige Generationen noch überlebt.

Marco Henry Neumueller: Bonita, Wolfgang, ich danke Euch sehr herzlich für dieses offene Gespräch.

Über das Familienunternehmen TRIGEMA

TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. mit Sitz im schwäbischen Burladingen wurde 1919 gegründet und ist Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Das Unternehmen bietet qualitativ hochwertige Sport- und Freizeitbekleidung sowie Tag- und Nachtwäsche für Damen, Herren, Jugendliche und Kinder. TRIGEMA und Wolfgang Grupp, alleiniger Geschäftsführer und Inhaber in dritter Generation, stehen dabei für modernste Technik, für soziale und wirtschaftliche Verantwortung und für den Erhalt des Produktionsstandortes Deutschland.

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