München, März 2026 – Zwei Tage intensiver Austausch über Führung, Innovation und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft: Beim Münchner Management Kolloquium 2026 trafen sich am 10. und 11. März rund 1.000 Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an der Technische Universität München. Unter dem Leitmotiv „Bold Moves – Mit Mut managen“ stand vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie können Unternehmen in einer zunehmend komplexen Welt handlungsfähig bleiben?
Auch Marco Henry Neumueller, Gründer des Blogs familienunternehmen.eu, war erneut vor Ort, um Eindrücke und Impulse für Familienunternehmen und den deutschen Mittelstand zu sammeln.
„Viele Diskussionen auf dem MMK haben einen Nerv getroffen – gerade mit Blick auf Familienunternehmen und den Mittelstand“, sagt Marco Henry Neumueller. „In einer Welt voller Optionen wird Entscheiden paradoxerweise immer schwieriger. Dabei brauchen Unternehmen heute mehr denn je den Mut, Prioritäten zu setzen und Verantwortung zu übernehmen.“






Entscheidungsfähigkeit als zentrale Führungsaufgabe
In zahlreichen Panels und Vorträgen wurde deutlich, dass Unternehmen heute vor einer neuen Dimension strategischer Herausforderungen stehen: geopolitische Unsicherheit, technologische Umbrüche, künstliche Intelligenz, Energiefragen und globale Wettbewerbsdynamik.
Auf den Bühnen des Kolloquiums diskutierten unter anderem Führungspersönlichkeiten aus Industrie und Technologie – darunter Vertreter von Unternehmen wie Giesecke+Devrient, Ferrero, Rohde & Schwarz, Knauf, Vaillant Group, Murrelektronik, EOS oder Herrenknecht AG.
Das Kolloquium gilt als eine der wichtigsten Plattformen für den Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft und bringt jedes Jahr hochrangige Führungskräfte, Wissenschaftler und politische Entscheider zusammen.
Ein zentrales Thema war die wachsende Komplexität unternehmerischer Entscheidungen. Unternehmen stehen heute vor einer Vielzahl möglicher Optionen – von Technologieinvestitionen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.
„Der Entscheidungsmuskel vieler Organisationen muss wieder trainiert werden“, merkte ein CEO an. „Resilienz kostet Geld – aber nicht zu investieren kann später noch teurer werden.“
Familienunternehmen: Stärke durch langfristiges Denken
Gerade für Familienunternehmen seien viele der diskutierten Themen besonders relevant, so Neumueller.
Langfristige Perspektiven, unternehmerische Verantwortung und eine hohe Entscheidungsfähigkeit gehörten traditionell zu den Stärken familiengeführter Unternehmen. In Zeiten zunehmender Unsicherheit könnten diese Eigenschaften wieder stärker zum Wettbewerbsvorteil werden.
„Familienunternehmen sind oft geübt darin, Entscheidungen auch dann zu treffen, wenn nicht alle Informationen vorliegen“, so Neumueller. „Vielleicht braucht unsere Wirtschaft aktuell genau diese Haltung wieder stärker.“
Plattform für Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft
Das Münchner Management Kolloquium versteht sich als Plattform, auf der Industrie, Wissenschaft und Innovation zusammenkommen, um Zukunftsfragen der Wirtschaft zu diskutieren. Auf mehreren Bühnen sowie in Masterclasses und interaktiven Formaten wurden Themen wie künstliche Intelligenz, Mobilität, Energie, Infrastruktur, Robotik und digitale Souveränität behandelt.
Neben den Fachbeiträgen spielte auch das Networking eine zentrale Rolle. Für viele Teilnehmende ist das Kolloquium ein wichtiger Treffpunkt, um Perspektiven auszutauschen und Kooperationen anzustoßen.
(Bild)Quelle: MMK
